|
25. April 2010
Beratung:
Ein Wort in eigener Sache:
Die
aktuellsten Infos vom Acker finden Sie ab sofort in meinem
neuen Blog.
Warum? - Sicher ist es (noch) nicht ganz alltäglich,sich
als Berater so einfach unter die Blogger zu mischen. Aber
es hat 'ne Menge Vorteile:
- So ein Blog ( = Weblog) ermöglicht es, aktuelle
Informationen blitzschnell und ohne großen Aufwand
zu veröffentlichen. Das kommt mir sehr zugute, da
meine Zeit meist sehr knapp bemessen ist. Auf diese Weise
kann ich Ihnen von nun an tagaktuell interessante Infos
zur Verfügung stellen - vorausgesetzt Sie schauen
öfter mal ins Pflanzenbau-Blog.
- Sie können die Infos kostenlos abonnieren und sind
somit immer uptodate.
- Sie haben die Möglichkeit, die Beiträge zu
kommentieren - was zu einem interessanten Informationsaustausch
führen kann und für alle Leser (und natürlich
auch für mich) in vielen Fällen eine Bereicherung
bedeutet.
- Und last not least werde ich auf diese Weise künftig
ganz speziell für meine Beratungskunden aktuelle
Fachinformationen zur Verfügung stellen können.
Also dann - hereinspaziert! Wir lesen uns im
Pflanzenbau-Blog!
15. Juli 2009
Die neuesten Infos finden Sie
hier...
Zum vergleichen und erinnern im folgenden nochmal die Frühjahrssaison
2007:
03. Juni 2007
Weizen:
Der Winterweizen befindet sich in der Blüte (EC 61
- 65). Die Bestände im Beratungsgebiet haben sich,
abgesehen von dem einen oder anderen virusgeschädigten
Schlag, überwiegend gut entwickelt. Die Getreidepreise
entwickeln sich ebenso vielversprechend, so dass mit einer
guten Ernte zu rechnen ist.
Die Abschlussspritzungen sind überwiegend erfolgt.
In diesem Jahr lag der Schwerpunkt eindeutig beim Braunrost
(anfällige Sorten vor allem Dekan, Ritmo, Tommi und
Skalmeje). Septoria tritici spielt bisher nur eine geringe
Rolle. Nach den Infektionen über Pfingsten mag sich
Tritici hier und da noch etwas aufbauen, wird aber in den
meisten Sorten keine allzu große Bedeutung mehr erlangen.
Mehltau wurde meist durch entsprechende Fungizidmaßnahmen
auf einem sehr niedrigen Level gehalten. Für Fusarium
waren nur am Freitag vor Pfingsten mäßige Infektionsbedingungen
vorhanden, ansonsten war es bisher entweder zu kühl
oder zu trocken für eine bedeutende Infektion.
Blattläuse in der Ähre findet man bisher nur
schwach. Hier ist jedoch mit einer Zunahme zu rechnen. Auch
die Gallmücken zeigen sich gegenwärtig nur vereinzelt.
Rüben:
 |
 |
| Die Zuckerrüben befinden sich aufgrund
der langen Trockenheit zwischen 4-Blatt-Stadium und
Bestandesschluss. Vereinzelt sind noch Herbizidmaßnahmen
gegen spät aufgelaufenen Unkräuter notwendig.
Ansonsten ist auf Schädlinge (Blattläuse und
Rübenfliege z. Z.allerdings schwach) und eine ausreichende
Versorgung mit Mikronährstoffen (vor allem Bor!)
zu achten. |
26. Mai 2007
Die Feldbestände haben sich in den letzten zwei Wochen
dank des Regens wieder sehr gut erholt. Und das regnerische
Wetter über die Pfingstfeiertage wird die erschöpften
Wasservorräte des Bodens nun wieder etwas auffüllen,
damit es für die Kornfüllung von Getreide und
Raps ausreicht. Ein richtig gutes Pfingstwetter für
die Landwirtschaft, oder?
In der Pflanzenentwicklung sind Getreide und Raps sehr
weit fortgeschritten - der Vegetationsvorsprung von fast
3 Wochen hält sich nach wie vor.
Weizen:
Die frühen Winterweizenbestände haben bereits
Blühbeginn (EC 61) erreicht, während die späten
Rüben- und Maisweizen erst mit dem Ährenschieben
begonnen haben.
D urch das wechselhafte Wetter nimmt der Krankheitsdruck
jetzt stärker zu:
In rostanfälligen Sorten (z.B. Dekan, Tommi, Ritmo)
breitet sich der Braunrost nun stärker aus und muss
bei der anstehenden Ährenbehandlung besonders berücksichtigt
werden. Auch der Mehltau nimmt zu. Außerdem müssen
anfällige Sorten für Septoria tritici (z.B. Buteo,
Maverick, Ritmo, Paroli) jetzt besonders geschützt
werden, da seit Freitag und über Pfingsten mit weiteren
Infektionen zu rechnen ist.
Trotz des Regens dürften die Infektionsbedingungen
für Ährenfusariosen im WW (Ritmo, Maverick...)
nicht allzu günstig sein. Lediglich am gestrigen Freitag
waren die Bedingungen optimal. Inzwischen ist das schwül-warme
Wetter weitergezogen, und die nun herrschenden kühlen
Temperaturen unter 18 °C sind der Fusariumentwicklung
nicht förderlich.
Tierische Schaderreger (Blattläuse, Getreidehähnchen,
Weizengallmücken) sind derzeit nur schwach vertreten.
Wintergerste:
Die Wintergerste hat zum Teil bereits die Wachsreife erreicht.
D. h., Fungizidmaßnahmen sind jetzt nicht mehr sinnvoll
und auch nicht notwendig, da die Gerstenbestände meist
noch sehr gesund und vital sind.
Rüben:
Viele Rübenbestände sind aufgrund der langen Trockenheit
sehr ungleichmäßig aufgelaufen und zeigen eine
sehr differenzierte Pflanzenentwicklung vom Keim- bis Zehnblattstadium.
Der Regen hat auf zahlreichen Rübenschlägen in
den letzten Tagen noch einmal viel kleinen Raps und andere
Unkräuter zum Auflaufen gebracht, so dass zumeist noch
einmal eine Unkrautbekämpfungsmaßnahme notwendig
wird. Da die Rüben jetzt schon ausreichend Blattmasse
gebildet haben, sind Kombinationen mit Bor, Mangan und Bittersalz
sinnvoll.
Tierische Schädlinge (Rübenfliege, Blattläuse)
sind z. Z. noch selten, werden in den kommenden Tagen aber
sicherlich zunehmen.
13. Mai 2007
Was für ein herrliches Wetter! Sozusagen in letzter
Minute kam der Regen unseren Feldbeständen noch zu
Hilfe! Sonst hätte die Trockenheit auch auf den guten
Böden schwere Schäden hinterlassen. Aber inzwischen
sind auch bei uns überall so um die 30 mm Regen gefallen,
und es wird noch einiges dazukommen. Der Trockenstress ist
damit Vergangenheit. Der Stickstoff, der schon lange auf
dem Boden liegt, kommt nun endlich zur Wirkung, und die
Pflanzen bieten nun schon ein ganz anderes Bild.
Das Wachstum setzt sich zügig fort: Der frühe
Weizen beginnt bereits mit dem Ährenschieben, fast
3 Wochen früher als üblich. Wintergerste und Winterroggen
fangen an zu blühen. Der Raps hat fast ausgeblüht
und befindet sich in der Phase der Schotenbildung. Auf vielen
Flächen findet man an den Triebspitzen aber auch Schoten,
die durch die Trockenheit nicht mehr ausgebildet wurden.
Auch Seitentriebe wurden reduziert. Allerdings kann der
Raps vieles kompensieren, wenn er jetzt genügend Wasser
bekommt.
Die Zuckerrüben, die nach der Aussaat sofort aufgelaufen
sind, befinden sich z.T. schon im 8 - 10-Blatt-Stadium.
Die Pillen, die bisher noch ungeplatzt im Boden lagen, haben
nun auch ausreichend Feuchtigkeit erhalten und haben jetzt
durchweg begonnen zu keimen. Da die Böden warm und
feucht sind, werden sie sich schnell entwickeln und auch
noch einen durchschnittlichen Rübenertrag erreichen
können.
Der Mais ist überall ertaunlich gut aufgelaufen, das
Unkraut natürlich auch, so dass die Unkrautbekämpfung
diese Woche aktuell ist.
Das feuchte Wetter begünstigt natürlich auch einige
Pilzkrankheiten im Getreide. So gab es in unserer Region
am 12. Mai eine Tritici-Infektion, und auch Roste und Mehltau
sind begünstigt. Bei ansteigenden Temperaturen werden
sich auch Netzflecken in der Gerste stärker entwickeln.
Aber da die Bestände im allgemeinen bis jetzt sehr
gesund sind und damit kein massives Erregerpotential vorliegt,
werden die Auswirkungen auf die Erträge sich in Grenzen
halten, auch wenn aufgrund der unbeständigen Witterung
nicht überall rechtzeitig reagiert werden kann. Man
sollte jetzt Prioritäten setzen und vor allem anfällige
Sorten und Schläge mit den höchsten Ertragserwartungen
bevorzugt behandeln.
Außerdem hat auf vielen Weizenschlägen der Blattlausbefall
wieder zugenommen. Da die meisten Läuse in diesem Frühjahr
mit dem Erreger des Gelbverzwergungsvirus infiziert sind,
können weitere Infektionen vor dem Ährenschieben
immer noch zu Schäden führen.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche mit Wachswetter
vom Feinsten! :-)
15. April 2007
Wir haben Mitte April, und der Raps befindet sich in der
Vollblüte, die Gerste schiebt das Fahnenblatt und der
frühe Weizen bewegt sich bereits über das Stadium
EC 32 hinaus! Alles inzwischen gut 3 Wochen früher
als gewöhnlich, und eine Verlangsamung des Wachstums
ist nicht abzusehen, weil die Apriltemperaturen wie auch
die Monatsmitteltemperaturen der vergangenen Monate ein
ganzes Ende über dem langjährigen Durchschnitt
liegen. Dazu ist es trocken, was die generative Entwicklung
der Pflanzen eher beschleunigt als bremst.
Auch die Zuckerrüben sind inzwischen alle im Boden
und zu einem gut Teil bereits aufgelaufen. Man darf gespannt
sein, wie sich dieses ungewöhnliche Jahr weiterentwickelt!
Raps:
- Ein großer Teil der Rapsbestände befindet
sich bereits in der Vollblüte. Obwohl die Apothezien
des Sclerotinia-Pilzes aufgrund der Trockenheit und der
vorangegangenen Kälteperiode bisher nur vereinzelt
aufgelaufen sind, sollte man sich langsam Gedanken um
die Blütenbehandlung machen. Wer selbst spritzt,
kann eventuell noch abwarten und das Wetter weiter beobachten.
Bei länger anhaltender Trockenheit könnte es
sein, dass die früh blühenden Bestände
von Infektionen verschont bleiben. Jedoch verlassen darf
man sich darauf nicht, da bei Wetterumschlag auf feucht
sich sehr schnell Infektionen aufbauen können.
- Bei der Blütenspritzung auch an Bor und Bittersalz
und wenn möglich auch an eine Zugabe von 30 l/ha
AHL denken! Bei trockener Witterung besonders wichtig!
- Kohlschotenrüßler findet man derzeit noch
sehr selten.
- Die Rapsglanzkäfer, die in den letzten Tagen zugeflogen
sind, machen in der Regel keinen Schaden mehr, da sie
in die offenen Blüten fliegen und nicht mehr an den
Knospen nagen.
Weizen:
- Die weiten Weizen haben bereits Entwicklungsstadium
EC 32 (2. Halmknoten) überschritten. Die spätesten
Rüben- und Maisweizen erreichen jetzt EC 31 (1. Halmknoten).
- Halmbruchinfektionen sind in diesem
Jahr aufgrund der milden Winterwitterung stark
erfolgt und weiterhin bekämpfungswürdig.
Septoria tritici, Rost und Mehltau stagnieren
aufgrund der Trockenheit. Vereinzelt findet man bei stark
anfälligen Sorten Mehltau am Stängel und an
den unteren Blättern.
- Blattläuse vermehren sich bei
dieser sommerlichen Witterung sehr schnell. Da sie dieses
Jahr zu einem großen Teil das Gelbverzwergungsvirus
in sich tragen, ist hier besondere Obacht notwendig. Aufgrund
des hohen Infektionsrisikos liegt der derzeitige Bekämpfungsrichtwert
bei 10% befallener Pflanzen! Das heißt,
dass eine Laus auf jeder 10. Weizen- oder Gerstenpflanze
schon ausreicht, um Schaden zu machen!
-
 |
| Virusnester der Gerstengelbverzwergung
im frühen Winterweizen. Wer im letzten
Herbst nicht gegen Blattläuse gespritzt hat,
hat jetzt oft so starken Virusbefall, daß
der Weizen umbruchwürdig ist! |
Wintergerste:
- Viele Wintergerstenbestände erreichen in diesen
Tagen bereits das Stadium EC 37 bis 39 (Fahnenblattstadium).
Das ist der optimale Termin für Einmalbehandlungen
(Fungizid + Einkürzung). Hochertragsgersten auf Intensivstandorten
haben meist bereits eine Einkürzung erhalten und
werden vor Beginn des Ährenschiebens ein zweites
Mal eingekürzt. Aufgrund des frühen Zeitpunktes
ist es ratsam, die Fungizidgabe zu splitten und einen
Teil auf die Ähre zu geben, sobald sie zum überwiegenden
Teil geschoben ist.
- Dieses Jahr besonders auf Netzflecken und Rost
achten!
- Bei Blattläusen gilt dasselbe
wie beim Winterweizen!!!!
Zuckerrüben:
- Die Zuckerrüben sind im Boden und laufen jetzt
auf.
25. März 2007
Der von den Meteorologen groß angekündigte Wintereinbruch
war ja nur ein kleines Winterchen. Jedenfalls ließen
sich unsere weiten Bestände nicht groß im Wachstum stören,
nur dass es etwas langsamer ging. Dafür hält nun der
Frühling mit Macht Einzug. Das heißt, es wird
mit geballter Power in den Pflanzenschutz gehen müssen!
Der weite Weizen braucht unbedingt Wachstumsregler, damit
er bis zur Ernte stehen bleibt und auch die zahlreich vorhandenen
Krankheiten müssen bekämpft werden (vor allem Mehltau, Halmbruch
und Septoria tritici!). Natürlich muss dann auch etwas gegen
noch störende Unkräuter und Ungräser (Trespen an den Schlagrändern!!!)
getan werden. Außerdem bitte daran denken, dass das Getreide
nicht nur vom Stickstoff allein lebt, sondern besonders
in diesem Jahr auch eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen
(Mangan, Kupfer, Zink) benötigt! Und der gewaltige 50cm-Raps
braucht natürlich neben der letzten N-Gabe nochmal eine
Einkürzung, damit er zur Blüte nicht schon umkippt. Außerdem
ist Bor ganz wichtig in diesem Jahr - viele Pflanzen zeigen
bereits Mangelerscheinungen.
Die ersten mutigen Landwirte haben bereits Rüben gelegt.
Vielleicht erlaubt das Wetter es in der nächsten Woche ja,
dass die Rübenaussaat dann kräftig vorangeht.
13. März 2007
 |
Seit ca. zwei Wochen findet man auf dem einen oder
anderen Wintergerstenschlag rundliche gelbe Flecken
mit im Wuchs zurückbleibenden oder teilweise ausgewinterten
Gerstenpflanzen. Hierbei handelt es sich um das Gerstengelbverzwergungsvirus,
das durch Blattläuse während des langen, milden
Herbstes übertragen wurde. Die WG im Foto links
wurde nicht mit Insektiziden behandelt
und stand außerdem genau neben einem Maisschlag.
|
 |
Ich habe die Blattlausarten, die am Getreide auftraten,
im Herbst gezielt unter die Lupe bzw. unters Mikroskop
genommen und folgendes festgestellt: In unserem Gebiet
waren im Herbst vor allem die Große Getreidelaus,
die Traubenkirschenlaus und die Maisblattlaus (beide
Fotos links) aktiv, vereinzelt auch die Bleiche Getreidelaus.
Da i.d.R. aufgrund des starken Befalls Insektizide eingesetzt
wurden, konnte ich bisher zum Glück nur auf 3 Gerstenschlägen
Verzwergungssymptome diagnostizieren. Zwei davon befanden
sich direkt neben Mais. |
 |
Der Mais kann auch Träger des Verzwergungsvirus
sein und war es im letzten Herbst offensichtlich auch.Er
wurde hauptsächlich von Maisblattläusen und
vereinzelt von Traubenkirschenläusen bevölkert.
Das heißt, dass die Maisblattlaus im letzten Herbst
ein wichtiger Virusüberträger war, den man
nicht unterschätzen darf. Das sollte besonders
im Zuge eines immer umfangreicheren Maisanbaus zu denken
geben..... |
 |
Dieser Gerstenschlag lag ebenfalls direkt neben einem
Maisacker und zeigt trotz Insektizidbehandlung im Herbst
Gelbverzwergungsnester. Der Blattlausdruck war so stark,
dass eine einmalige Behandlung nicht ausreichend war.
|
12. März 2007
Die hohen Tagestemperaturen von 17 °C
haben zu einem ersten stärkeren Zuflug der Rapsstängel-
und Kohltriebrüßler geführt. Auf einigen
Schlägen wurde der Bekämpfungsrichtwert (10 Käfer
je Gelbschale in 3 Tagen) bereits erreicht. Rapsglanzkäfer
sind nach wie vor sehr schwach vertreten.
11. März 2007
Nun kommt der Frühling mit Macht und
treibt das Wachstum unserer ohnehin sehr weit entwickelten
Winterkulturen noch schneller voran. Nährstoffe sind
im Boden aufgrund des milden Winters und des üppigen
Wachstums kaum noch vorhanden (siehe
N- und Smin-Testflächen der LUFA Rostock vom Februar
2007), so dass alle erforderlichen Düngemaßnahmen
möglichst schnell erfolgen müssen. Auch die ersten
Pflanzenschutzmaßnahmen in Raps und Getreide werden
in der kommenden Woche erforderlich sein.
Raps:
Die ersten Rapsbestände haben bereits eine
Wuchshöhe von 30 cm erreicht und sind kräftig
entwickelt. Aufgrund der hohen Niederschläge im Januar
und Februar gibt es aber auch eine ganze Reihe bläulich-rot
verfärbter Rapse, die unter stauender Nässe leiden.
Doch wenn die Felder jetzt abtrocknen und der Dünger
zur Wirkung kommt, wird sich die Situation schnell wieder
verbessern. Dann werden sich auch diese Bestände wieder
erholen.
Allgemein besteht im Raps witterungsbedingt ein sehr hohes
Phoma-Risiko. Das sollte durch den schnellstmöglichen
Einsatz wirksamer Fungizide noch so weit wie möglich
verringert werden.
Rapsstängel- und Kohltriebrüssler sind im Beratungsgebiet
bisher nur vereinzelt in den Gelbschalen gesehen worden.
Das kann sich jedoch bei der anhaltend milden Witterung
schnell ändern!
Bei der ersten PS-Maßnahme die Bordüngung
nicht vergessen! (Achtung! Ultracid ist nicht
mit Bor mischbar!!!)
 |
Kohlherniegeschädigte Bestände (links :die
kohlhernieresistente Sorte MENDEL, rechts: anfällige
Sorte am 09. 03. 07) brauchen jetzt besonders intensive
Pflege und z.B. die gesamte N-Düngung in einer
Gabe, damit die geschädigten Wurzeln noch soviel
wie möglich Nährstoffe aufnehmen und sich
so besser regenerieren können) |
Getreide:
Die frühen Weizen und z.T. auch Wintergerste
haben bereits das Stadium 31 erreicht. Für die Nährstoffversorgung
gilt für diese Bestände dasselbe wie beim Raps,
damit sie nicht zu viele Triebe reduzieren. Insbesondere
beim frühen Weizen, der durch den Winter in Mitleidenschaft
gezogen wurde, besteht diese Gefahr.
 |
WW Dekan, Anfang September 06 gedrillt
- hat jetzt gut das Stadium 31 erreicht. Eine schnelle
Nährstoffversorgung ist wichtig, damit die notwendige
Triebanzahl erhalten bleibt. In diesem Stadium sollte
er auch sofort seine Schossergabe von mindestens 80
kg/ha bei hohem Ertragsniveau erhalten! |
 |
Dieser Dekan hat stark unter dem Winter gelitten und
sich auf Teilen des Schlages teilweise schon extrem
ausgedünnt. Auch hier muss sofort mit entsprechenden
Düngergaben reagiert werden, um weiteren Schaden
abzuwenden. |
Der Wachstumsreglereinsatz sollte bei geeigneten
Temperaturen zunächst nur in gesunden Beständen
erfolgen. Auf geschädigten Schlägen ist allenfalls
zunächst einmal eine vorsichtige CCC-Gabe zum Bestandesausgleich
u. zur Bestockungsförderung, soweit noch möglich,
angeraten.
Achtung! Dort wo die Blattläuse in den Beständen
überwintert haben, können im zeitigen Frühjahr
Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich werden, um
weitere Schäden abzuwenden! Erste Virusnester sind
auch in unserer Region besonders in unbehandelten Wintergerstenbeständen
sichtbar!
Die Mikronährstoffversorgung mit Mangan,
Kupfer und Zink ist in diesem Jahr aufgrund der Witterungs-
und Bestandessituation besonders wichtig!
Der Einsatz von Fungiziden wird bei geeigneter
Witterung insbesondere gegen Halmgrunderkrankungen und beim
WW gegen Septoria tritici und Mehltau notwendig werden.
18. Februar 2007
Der erste Teil des Winters ist vorbei. Die
Raps- und Wintergerstenbestände haben ihn bis jetzt
gut verkraftet. Problematischer sieht es oft bei den Winterweizen-Frühsaaten
aus: Insbesondere einige Sorten ( wie z.B. Tommi, Akteur,
Mirage, Tuareg) zeigen vor allem auf den leichteren Standorten
sowie in feuchten und humosen Senken starke Beeinträchtigungen
und zum Teil vor allem in den östlichen Landesteilen
auch starke Auswinterungsschäden. Auch Frühsaaten
von Dekan, Paroli, Mulan, Cubus, Hermann u. a. sehen z.T.
zum jetzigen Zeitpunkt nicht besonders gut aus, können
sich aber meist wieder voll regenerieren. Dem Wetter bisher
am besten getrotzt haben Frühsaaten der Sorten Brilliant,
Toras und Ritmo sowie alle mittleren und späten Saaten.
Die Ursache für diese Schädigungen liegt im starken
Wachstum der Bestände durch die hohen Rekordtemperaturen
der Monate September bis einschließlich Januar (siehe
Diagramm unten!) und die plötzlich eintretende Kahlfrostperiode
Ende Januar, die die Pflanzen völlig unabgehärtet
traf. Besonders die jetzt stark geschädigten Schläge
und Schlagteile zeigten im Herbst ein ausgeprägtes
Längenwachstum (entweder genetisch bedingt - Sorte,
oder aber durch besonders üppiges Wachstum in den schwarzen
Senken bzw. auf den warmen leichten Böden). Dieses
Längenwachstum und die damit verbundene extrem weite
Entwicklung (z.T. EC 31!) erhöhte die Empfindlichkeit
dieser Bestände ganz besonders und wurde ihnen zum
Verhängnis. Bleibt zu hoffen, dass die Temperaturen
in den nächsten Wochen nicht mehr ganz so frostig werden
und auch keine langandauernden Schneemassen unsere Felder
belagern. Dann werden sich zumindest im Beratungsgebiet
die Schäden doch sehr in Grenzen halten.
Zur Düngung ist derzeit nur soviel zu
sagen: Vorsicht beim Andüngen der sehr empfindlichen
Bestände! Noch keine hohen Nitratgaben verabreichen,
weil sie die Frostempfindlichkeit unserer Kulturen weiter
erhöhen! Der Winter ist noch nicht vorbei. Eine gute
Versorgung der Bestände mit Grundnährstoffen sichern!
Und bei den ersten PS-Maßnahmen an Mikronährstoffe
denken - vor allem Mangan, aber auch Kupfer und Zink im
Getreide und Bor bei Raps- das ist dieses Jahr für
eine gute Regeneration besonders wichtig!
Eine interessante Zusammenstellung der Bonituren
zu den Frostschäden bei den einzelnen Sorten durch
die Landesforschung MV finden Sie HIER....
Eine Fotodokumentation mit weiteren Infos
zur Situation auf dem Acker von mir gibt es HIER...
Mehr Infos zum Weizen im Februar 07 von der
Landesforschung MV können Sie HIER
lesen.
Vergleich der Monatsmitteltemperaturen
2005(gelb) und 2006/07(pink) mit dem langjährigen Mittel
von 1961 - 1990(blau) (Quelle: DWD, Wetterstation Schwerin):
 |
| Hier ein paar Fotos vom 09. Dezember 2006
und vom Februar 2007: |
Wichtige neue Pflanzenschutzmittel
(PSM) 2006 (Auswahl):
| Name |
Hersteller |
Anwendung |
Aufwandmenge |
Listenpreis in €/ha (bei voller Aufwandmenge) |
| Input |
Bayer CropScience |
starkes Fungizid gegen Halmbruch und Blattkrankheiten
in Weizen und Gerste |
max. 1,25 l/ha |
ca. 50,00 |
| Champion |
BASF |
starkes Fungizid gegen Halmbruch und Blattkrankheiten
in Weizen und Gerste |
max. 1,5 l/ha |
ca. 49,00 |
| Diamant |
BASF |
Fungizid aus den bekannten Wirkstoffen F 500, Epoxiconazol
und Fenpropimorph (also Opera + Opus Top) gegen Blattkrankheiten
in Weizen und Gerste |
max. 1,75 l/ha |
ca. 59,00 |
| Swing
Gold |
BASF |
Fungizid gegen Abreifekrankheiten und Fusarium in
Weizen und gegen Septoria in Triticale
Wird im Weizen in Tankmischung mit Caramba empfohlen |
max. 1,5 l/ha |
ca. 41,00 |
| Talius |
Du Pont |
Fungizid gegen Echten Mehltau in Weizen, Gerste, Roggen
und Triticale,
wirkt fast ausschließlich vorbeugend u. hat eine
sehr lange Dauerwirkung |
max. 0,25 l/ha |
ca. 20,00 |
| Vegas |
Spiess Urania |
gegen Echten Mehltau in Weizen, Gerste, Roggen, Triticale,
wirkt heilend und vorbeugend mit langer Dauerwirkung
ZULASSUNG WIRD ERWARTET |
max. 0,25 l/ha |
? |
| Medax
Top |
BASF |
neuer Wachstumsregler zur Halmfestigung in Winterweizen
und Wintergerste;
Wirkprinzip ähnlich der Tankmischung CCC + Moddus
ZULASSUNG WIRD ERWARTET
| max. 1,5 l/ha Med. Top + 0,5 l/ha Turbo |
? |
| Axial |
Syngenta |
neues Herbizid gegen Weidelgräser, Ackerfuchsschwanz
(ausgenommen resistenter), Flughafer und Windhalm in
Gerste, Weizen, W-Roggen u. Triticale |
max. 0,6 l/ha Axial + 1,8 l/ha FHS |
ca. 51,00 |
| Biscaya |
Bayer CropScience |
Insektizid zur Bekämpfung von Rapsglanzkäfern
in Resistenzgebieten;
hat zunächst eine Zulassung nach § 11.2 -
Gefahr in Verzug - u.a. in MV erhalten |
0,3 l/ha |
ca. 15,00 |
Zur neuen Düngeverordnung
Den Gesetzestext zur neuen Düngeverordnung können
Sie sich
hier downloaden.
Wie Sie das alles zu verstehen und was Sie von nun an zusätzlich
zu beachten haben sowie die aktuellen Nmin/Smin-Untersuchungen
auf den Testflächen in MV, finden Sie dann hier
(auf den Seiten der LUFA Rostock).
Cross Compliance
Auf den Seiten der Landesregierung steht die neue Infobroschüre
zum Download bereit.
Damit Sie in dem Dschungel der Verordnungen und Gesetze
auch nichts vergessen oder übersehen, gibt's zum Schluss
noch eine Checkliste
mit allem, was bei CC zu beachten ist.
Soweit zu den Vorbereitungen auf die neue Saison. Jetzt
kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder? Ich wünsche
uns nach diesem eisigen März einen guten Start auf
den Feldern - vorausgesetzt Sie finden bei all der Bürokratie
noch Zeit zum Arbeiten ;-).
Weitere Themen:
Umwelt:
Die Abstandsauflagen für viele gebräuchliche Pflanzenschutzmittel
Umwelt:
Klassifizierung v. Düsen für den Ackerbau im Verzeichnis
"Verlustmindernde Geräte"
Einsatz
von Additiven, Netzmitteln und Zusatzstoffen zu Pflanzenschutzmitteln
Ergebnisse
der gemeinsamen Fungizidversuche WW mit Bayer CropScience
Das Lexikon
der Nützlinge im Ackerbau
Das Lexikon
der Rübenkrankheiten
Das
Lexikon der Rübenschädlinge
Das Lexikon
der abiotischen Rübenschäden
Das Lexikon
der Rapsschädlinge (Fotos
werden in den nächsten Wochen vervollständigt)
Das Lexikon
der Getreideschädlinge (Fotos
werden in den nächsten Wochen vervollständigt)
Die
Schmunzelseite! - etwas Humor
- passend zur fünften Jahreszeit! Viel Vergnügen!
Lexikon
der Rapskrankheiten (Fotos
werden in den nächsten Wochen vervollständigt)
Lexikon
der Getreidekrankheiten (Fotos werden in den nächsten
Wochen vervollständigt)
Chronik
des Pflanzenschutzes im ehemaligen Kreis Grevesmühlen
von 1949 bis 1985 - mit zahlreichen interessanten Fotos!
Pflanzenschutz einst und jetzt - diese
Entwicklung zu verfolgen ist schon eine interessante Sache!
Übrigens: noch mehr tolle Fotos der guten, alten DDR-Landtechnik
finden Sie auf der Internetseite von Jan Welkerling:
Hier klicken! Ausführliche
Informationen zur Winterweizenaussaat
Ausführliche
Informationen zu Rübenkrankheiten und Fungizideinsatz
in Zuckerrüben
Sonstiges:
Als Grundlage für Ihre Düngeplanung
finden Sie im Internetangebot eine Übersicht
über die Nährstoffgehalte der gebräuchlichen
Mineraldünger sowie Tabellen zur Bestimmung
der
Nährstoffentzüge von Feldkulturen und
zu den Nährstoffgehalten
organischer Düngemittel.
Da zunehmend mehr Betriebe die Gülle im Getreide und
im Raps einsetzen, gibt es an dieser Stelle einen aktuellen
Beitrag
zum effektiven Einsatz von Gülle im Ackerbau.
Um zum Beitrag zu gelangen, klicken Sie bitte
hier!
Da es immer wieder Diskussionen rund um Mangan und Manganmangel
gibt, habe ich einen Beitrag
zur Manganversorgung, -düngung, -mangel usw. im Getreide
mit Ergebnissen aus Bodenuntersuchungen in Praxisbetrieben
ins Netz gestellt.
Rückblick:
Winterraps
Herbst 2001 bis Herbst 2002
- ausführlicher Überblick
über Krankheiten, Schädlinge, Schäden und
andere Besonderheiten in dieser Zeit
/\
zum Seitenanfang /\ |
| Kontakt:
Astrid Oldenburg Fliederweg 14
23936 Wotenitz Telefon: 03881 / 712 827
Fax: 03881 / 79 176 Funk:
0177 / 7 712 827 Mail: astro-@t-online.de
| |