Start in die Frühjahrssaison 2010!

9. März 2010

Und los geht es wieder! Nach einem ungewohnt langen und schneereichen Winter ist der Schnee im Nordwesten Mecklenburgs zum größten Teil endlich geschmolzen, so dass mit den Düngungsmaßnahmen zur Frühjahrssaison begonnen werden kann.

Ein erster Überblick über den Zustand der Winterkulturen hinterlässt einen recht guten Eindruck. Raps, Weizen und Gerste sind gut entwickelt, grün und überwiegend vital. In früh bestellten Getreidebeständen findet man hier und da einzelne Nester mit Schneeschimmel. Aber insgesamt hält sich der Befall doch sehr in Grenzen. Deutlich stärker gelitten hat aber offensichtlich das Grünland. Hier gibt es teilweise stärkere Auswinterungen aufgrund von Schneeschimmel.

Das folgende Foto zeigt einen typischen Wintergerstenschlag in NWM am 4. März 2010: ausreichend entwickelt, nicht zu üppig und vital. Bleibt zu hoffen, dass uns der März  mit  kalten Nord- bzw. Ostwinden und/ oder Wechselfrösten die Ackerkulturen nicht noch negativ beeinträchtigt.

Wintergerste nach dem Winter 2009/2010
Was steht nun an? Wichtig ist natürlich zunächst einmal eine ausreichende und zügige Versorgung der Bestände mit Stickstoff und Schwefel (!) und eine ausgewogene Versorgung mit allen anderen notwendigen Grundnährstoffen wie P, K und Mg. Auf eine optimalen pH-Wert achten! Denn der beeinflußt neben der Qualität der Bodenstruktur entscheidend die Verfügbarkeit der Nährstoffe!
Wenn der Boden im Frühjahr noch lange kalt ist und die Wurzelentwicklung beim Getreide schwach (z.B. späte Saaten, WW nach WW),  ist bei einer schwachen P-Versorgung (< C) dringend eine frühe P- Gabe geboten. Denn der ohnehin knappe Phosphor kann unter diesen Umständen von den Pflanzen kaum aufgenommen werden. Das zeigt sich dann in mangelnder Bestockung und starken Entwicklungsverzögerungen (siehe Foto unten, WW - links P-Versorgungsstufe A, rechts Versorgungsstufe C):
Phosphormangel im Winterweizen - Versorgungsstufen A und C

Frohe Weihnachten!

23. Dezember 2009

wünsche ich allen meinen Besuchern.
Im neuen Jahr dann auf ein Neues, und ganz sicher auch wieder öfter!

Bis dahin Alles Gute

wünscht Astrid Oldenburg

Herbstbestellung fast beendet

9. Oktober 2009

Lang, lang ist’s her seit meinem letzten Beitrag. Inzwischen wurde eine sehr gute Ernte eingebracht ( bei Winterraps war es tatsächlich die beste aller Zeiten!)   und die Wintersaaten bestellt. Bis auf wenige Flächen nach Mais und Rüben war die Herbstbestellung bis Anfang Oktober beendet. Die Saaten sind trocken und ohne große Strukturschäden in die Erde gekommen.Oft kam der Regen sozusagen in letzter Minute, um Schäden durch Vertrocknen zu verhindern. Seit gestern hat sich die Wettersituation geändert: Regen und Sturm haben den Herbst eingeläutet. Die Trockenheit hat ein Ende. Die Saaten sind bestellt - der Herbst kann kommen.

Wie schaut’s nun aus auf den Feldern?

Raps: Aufgrund der Trockenheit sind viele Rapsbestände sehr ungleichmäßig aufgelaufen. Auf Lehmkuppen hat der Raps jetzt oft erst 3 bis 4 Blatt, während er auf nicht so lehmigen Standorten, auf denen die Feuchtigkeit zum Keimen ausgereicht hat,  oft schon im - bis 10-Blatt-Stdaium ist. Daherist es sinnvoll, auf solchen Schlägen die Wachstumsreglermaßnahmen im Splitting durchzuführen.
Phoma  konnte sich bei der bisherigen Trockenheit nur sehr schwach entwickeln. Jetzt ist aber mit einer stärkeren Zunahme zu rechnen.
Viel Ärger bereiteten dagegen wieder die Rapsschädlinge, allen voran der Rapserdfloh. Aber auch die Kohlmotte trat gebietsweise bekämpfungswürdig auf.

Beim Getreide gibt es dagegen kaum Probleme. Krankheiten und Schädlinge halten sich sehr in Grenzen, Blattläuse findet man nur vereinzelt.