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Zum Auftreten des Gerstengelbverzwergungs-Virus
im Beratungsgebiet:
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Wenn die Gerste schosst,
fallen in einigen Beständen Pflanzen auf, die im
Wachstum zurückbleiben und gelbstreifige bis gelbe
Blätter haben. Dies sind die Symptome des Gerstengelbverzwergungs-Virus,
das auch bei uns zunehmende Bedeutung in Weizen und
Gerste gewinnt.
Die Übertragung erfolgt durch Blattläuse. |
Das Gerstengelbverzwergungs-Virus wird durch infektiöse
Blattläuse übertragen. Besonders anfällig
sind Wintergerste und Hafer. Dann folgt Weizen. Die Viren
verursachen eine Verzwergung der Pflanzen und eine Gelb-
bzw. Rotverfärbung der Blätter. Die Ertragsverluste
können erheblich sein.
Im vergangenen Herbst erreichte der Blattlausbefall in Weizen
und Gerste in unserem Gebiet Anfang Oktober trotz der nasskalten
Witterung den Bekämpfungsrichtwert. Die Getreidebestände
wurden zum Teil mit Insektiziden behandelt.
Die Situation in diesem Frühjahr zeigt sich nun wie
folgt: Während im Süden Mecklenburgs zum ersten
Mal gravierende Schäden auftreten, beschränkt
sich der Virusbefall bei uns im Norden noch auf vereinzelten
Nestbefall in der Wintergerste ohne wesentliche Ertragsbeeinträchtigung.
Der Befallsumfang im Weizen ist noch nicht erkennbar, wird
aber voraussichtlich auch nur in dieser Größenordnung
liegen.
Aber nachdenklich macht, dass
- 1. trotz des nassen Herbstwetters und des sich daraus
relativ niedrigen Befallsniveaus an Läusen eine Reihe
von Infektionen erfolgt sind. Ein kommender warmer Herbst
mit starkem Läuseauftreten lässt daher weitaus
stärkeren Virusbefall erwarten, obwohl man nicht
von der Anzahl der Läuse auf den Befallsumfang schließen
kann.
- Und 2. dass nicht nur Frühsaaten, sondern auch
Spätsaaten bei der Wintergerste mit Aussaattermin
um den 05. Oktober befallen wurden.
Da heißt es, im nächsten Herbst sehr achtsam
zu sein.
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