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Lexikon der Getreidekrankheiten

Ascochyta-Blattdürre
engl.: didymella leaf spot, ascochyta leaf spot

Nebenfruchtform: Ascochyta hordei (hara) Punith. var. hordei
Hauptfruchtform: Didymella exitialis (Morini) Müller
Wirtspflanzen: Gerste, Weizen.
Symptome: Primärsymptome: ab Herbst auf Blättern kleinere (5 mm), runde, schmal rötlich gesäumte, helle Flecke, später mit schwarzen Fruchtkörpern (Pyknidien). Ab Frühjahr besonders bei Gerste teilweise sehr große, unregelmäßige, scharf begrenzte, schmal dunkelbraun bis rötlich gesäumte Flecke. Sie sind papier- bis cremefarben, brüchig, durch die schwarzen Pyknidien auffällig. Häufig Blattspitzen geschädigt, diese bei Weizen zerschlissen. Besonders bei Gerste bereits zur Erntezeit Pseudothezien mit Askosporen gebildet. Bei Ährenbefall sind die Karyopsen schwach ausgebildet, Grannen seilartig verdreht.
Verwechslungsmöglichkeiten: Rhynchosporium-Blattdürre.
Unterscheidungsmöglichkeiten:
Ascochyta-Blattfleckenkrankheit:

Flecke mit Pyknidien, brüchig, schmaler, rotbrauner Saum
Rhynchosporium-Blattfleckenkrankheit:

Flecke ohne Pykinieden, nicht brüchig, breiter, violettbrauner Saum (Gerste).
Übertragung: Saatgut, Ausfallgetreide, Ernterückstände, Verbreitung der Konidien mit Spritzwasser, Askosporen windbürtig.
Befallsbegünstigende Bedingungen: gestreßte Pflanzen, anhaltend feuchtkühle Witterung, enge Getreidefruchtfolge.

Diagnosehinweis: Pyknidien manchmal nur am Fleckenrand, zur Reifezeit unabhängig von den Nekrosen besonders bei Gerste reichlich auf Blättern gebildet, Sporulation in feuchter Kammer (Tageslicht-besser UV-Licht(360 nm), Zimmertemperatur), Konidien in schwarzen Pyknidien, hyalin, elliptisch bis zylindrisch, zweizellig mit abgerundeten Enden(15-20 x 3-4 µm), in der Reifezeit Pseudothezien reichlich gebildet, makroskopisch nicht von Pyknidien zu unterscheiden. Aszi mit 8 Askosporen, hyalin, zweizellig mit zugespitzten Enden, an der Septe leicht eingeschnürt (16-20 x 4-5,5 µm).

Bekämpfung: Fungizide.
Bemerkungen: verbreitetes Auftreten in der Reifeperiode, die Krankheit wird daher zu den Abreifekrankheiten gezählt. Es werden mehrere Varietäten des Erregers unterschieden.
(Quelle: Text: "Krankheiten und Schädlinge des Getreides"; Rhone-Poulenc Agro GmbH; 2. Aufl.1995)
 




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© Astrid Oldenburg 2000 - eMail: astro-@t-online.de - http://www.pflanzenbauberatung.de - Last update: 27. 05. 2004