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Lexikon der Getreidekrankheiten

Septoria-Blattfleckenkrankheit des Weizens
eng. septoria leaf blotch

Nebenfruchtform: Stagnospora nodorum (Berk.) Castell. et Germaño.
Hauptfruchtform: Phaeosphaeria nodorum (Müller) Hedjaroude.
(Synonym: Nebenfruchtform: Septoria nodorum (Berk.) Berk.)
(Hauptfruchtform: Leptosphaeria nodorum Müller.)
Wirtspflenzen : Weizen, auch Gerste, Roggen, Triticale
Symptome: Junge Pflanzen: Koleoptilen und Blattscheiden unspezifisch verbräunt. Primärsymptome: Schoßende, Ährenschieben einzelne, meist in Blattmitte liegende, spindelförmige bis ovaleFlecke (4-20 mm), Größe vermutlich durch Feuchtigkeit beeinflusst. Farbe hellbraun bis beige, auch dunkelbraun, Rand manchmal dunkler, oft gelb gesäumt. Selten mit Fruchtkörpern (kleine dunkle Punkte, Pyknidien). Schadensymptome beim epidermischen Auftreten zahlreiche, hellbraune, spindelförmige bis unregelmäßige nekrotische Flecke von unterschiedlicher Größe von größeren vergilbungen eingeschlossen. Häufig Blattbasis bevorzugt befallen. Absterben der Blätter von der Blattspitze beginnend. Dann erst Fruchtkörperbildung: hellbraune, später dunkelbraune bis schwarze Pyknidien, bei feuchter Witterung mit rotvioletten Konidienranken. Trocknen diese zusammen, so umranden sie die Pyknidien mit einem rötlichen Saum. An Blattscheiden hellbraune Flecke (1-3 cm) in Scheidenmitte, auch bis zur Blattbasis. Hier Halmbruch möglich.
Verwechslungsmöglichkeiten: Blattdürre des Weizens, Drechslera-Blattdürre (DTR), Septoria-Blattfleckenkrankheit des Hafers, natürliches Blattsterben.
Übertragung: Saatgut, Ernterückstände, Ausfallgetreide, Verbreitung der Konidien mit Spritzwasser, Askosporen windbürtig.
Befallsbegünstigende Bedingungen: hohe Bestandesdichten, geschwächte Pflanzen, Mehltaubefall, reichliche Stickstoffgaben, falscher Einsatz von Wachstumsregulatoren, anhaltende Niederschlagsperiodenbei 18°C, feuchte Lagen, Sortenanfälligkeit.
Diagnosehinweis: Pyknidieninduktion auf Blattflecken in feuchter Kammer bei Tageslicht ( besser UV-Licht, 360 nm) in 2-3 Tagen. Schnelldiagnose: Blätter in feuchter Kammer ca. 30min einfrieren (-18°C), anschließend Inkubation bei Zimmertemperatur und Tageslicht (UV-Licht) Pyknidienbildung nach1-1,5 Tagen. Konidien hyalin, gerade oder unregelmäßig, häufig leicht S-förmig gebogen, 2-4 zellig, meist zweizellig, zylindrisch mit gerundeten Enden (20-30 x 2-3 µm).
Bekämpfung: Fungizide, Saatgutbeizung.
Bemerkungen: Einer der bedeutendsten Schaderreger an Weizen, Mehltau befallsfördernd, verursacht auch Spelzenbräune.
(Quelle: Text: "Krankheiten und Schädlinge des Getreides"; Rhone-Poulenc Agro GmbH; 2. Aufl.1995)
 




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© Astrid Oldenburg 2000 - eMail: astro-@t-online.de - http://www.pflanzenbauberatung.de - Last update: 27.05-2004