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Lexikon der Getreidekrankheiten
Viröse Gelbverzwergung
der Gerste (BYDV)
eng. barley yellow dwarf virus
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(Foto: Bayer CropScience)
Hafer
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(Foto: Bayer CropScience)
Gerste
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(Foto: Bayer CropScience)
Weizen
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| Wirtspflanzen:
Gerste, Hafer, Weizen, Gräser. |
| Symptome: Typisch
sind auffallende Vergilbung und Verzwergung, beginnend
mit Vergilbungen der Blattränder und -spitzen,
vereinzelt auch gelbe Flecken auf der Blattspreite,
schließlich ist die ganze Pflanze leuchtend gelb
und das Wachstum stagniert (auch der Wurzel), das Schossen
unterbleibt. Erste Symptome bei früher Aussaat
und warmer Witterung bereits im Herbst in der Regel
im März, April mit Beginn wärmerer Witterung.
Hafer reagiert mit rot verfärbten Blättern
(Haferröte), ebenfalls Weizen, hier besonders das
Fahnenblatt. Virus gehört zur Luteovirus-Gruppe,
persistent. |
| Verwechslungsmöglichkeit:
Während der Bestockung: Typhula-Fäule,
Pythium-Befall, Nässeschäden. |
| Übertragung:
Blattläuse dienen als Vektor: Traubenkirschen-
oder Haferlaus (Rhopalosiphum padi (L.), Große
Getreidelaus (Macrosiphum avenae (F.), Bleiche
Getreidelaus (Metopolophium dirhodum (Walk.). |
| Befallsbegünstigende
Bedingungen: Frühe Aussaat, schnelle Pflanzenentwicklung
bei milder Herbswitterung, die auch den Blattausflug
begünstigt, Befall oft von angrenzendem Grünland
ausgehend. Milde Winter gestatten die Überwinterung
der Blattläuse auf dem Getreide (auch Getreidedurchwuchs),
von hier aus frühe Infektionen bei Winterweizen
und Sommergetreide möglich. |
| Diagnosehinweis: Nachweis
mit ELISA möglich (Pflanzenschutzamt fragen). |
| Bekämpfung:
Insektizide gegen Virusvektoren. |
| Bemerkung: Schwere
Verluste bis zum Umbruch bei Wintergerste, bei Winterweizen
weniger auffällig, da Befall erst im Frühjahr,
vielfach Schwarzährigkeit. Blattlausflug kontrollieren,
Vektorbekämpfung (Pflanzenschutzamt fragen). |
| (Quelle: Text: "Krankheiten
und Schädlinge des Getreides"; Rhone-Poulenc
Agro GmbH; 2. Aufl.1995) |
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