Pflanzenbau Regional für Nordwestmecklenburg
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Lexikon der Getreideschädlinge

Getreideblattläuse

 
Große Getreideblatttlaus
Macrosiphum (Sitobion) avenae (F.).
engl.: grain aphid
Ungeflügelte Form: ca. 2,1 bis 3,3 mm groß, breit spindelförmig, gelbgrün bis rotbraun, auch schwarz; Rücken dunkel pigmentiert, Hinterleibsröhren 1/6 der Körperlänge, schwarz, Schwänzchen kürzer als Hinterleibsröhren, Fühler fast körperlang.
Vorkommen/Wirtswechsel: obere Pflanzenteile, Ähre/Rispe, Spelzenbasis, Spindel. Wirtswechsel Gräser.
 
Traubenkirschen- oder Haferlaus
Rhopalosiphum padi (I.).
engl.: bird cherry aphid
Ungeflügelte Form: ca. 2,8 bis 2,3 mm lang, oval, olivgrün, Fühler 1/2 der Körperlänge, schwarze Hinterleibsröhrchen, doppelt so lang wie das Schwänzchen.
Vorkommen/Wirtswechsel: zunächst untere vegetative Pflanzenteile, später Ähre/Rispe. Wirtschaftswechsel Traubenkirsche.
 
Bleiche Getreidelaus
Metopolophium dirhodum (Walk.).
engl.: rose-grain aphid
Ungeflügelte Form: ca. 1,9 bis 2,8 mm lang, spindelförmig, blaßgrün bis hellgelbgrün, auch rot, grüner Mittelschtreifen auf Rücken, Hinterleibsröhren hell, doppelt so lang wie Schwänzchen, Fühler 3/4 der Körperlänge.
Vorkommen/Wirtschaftswechsel: untere vegetative Pflenzenteile, Blattoberseite, Ähre selten. Wirtswechsel Rosen.
 
Befallsbegünstigende Bedingungen: Milder Herbst und Winter, frühes warmes Frühjahr, Temperaturen über 20 °C bei Trockenheit.
Wirtspflanzen: Weizen, Gerste, Roggen, Triticiale, Hafer.
Bekämpfung: Insektizide.
Bemerkung: Erhebliche Beeinträchtigungen der Kornausbildung und hohe Verluste bei starkem Befall. Alle Arten sind Überträger für das Gerstengelbverzwergungsvirus (BYDV).
Feldkontrolle:
...
als Virusvektoren: Vom Auflaufen (EC 10) bis Ende Ährenschieben (EC 59).
... als Direktschädlinge: Bis Ende Blüte (EC 69); Milchreife (EC 75).
Untersuchung:
...
als Virusvektoren: Auszählen im Bestand, z.B. mittels Zählrahmen.
... als Direktschädlinge: Auf einer Diagonalen durch die Fläche werden 5 Halmgruppen auf Blattlausbefall im Ähren- und Fahnenblattbereich ausgewertet; je 10 nebeneinander stehende Halme. Erste Halmgruppe: 5 m vom Feldrand entfernt; die nächsten im Abstand von 10 m voneinander; Prozent befallene Halme = Anzahl befallener Halme x 2.
Schwellenwert:
...
als Virusvektoren: keiner. Gesicherte Richtwerte für die Standortbedingungen Deutschlands können nicht gegeben werden.
... als Dierektschädlinge bis EC 69: 30% der Halme mit befallenen Ähren und Fahnenblättern.
... als Dierektschädlinge bis EC 75: 95% der Halme mit befallenen Ähren und Fahnenblättern.
Alternativ: (neue Bundesländer) 60-80% der Halme mit befallenen Ähren und Fahnenblättern.
(Quelle: Text: "Krankheiten und Schädlinge des Getreides"; Rhone-Poulenc Agro GmbH; 2. Aufl.1995)
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© Astrid Oldenburg 2000 - eMail: astro-@t-online.de - http://www.pflanzenbauberatung.de - Last update: 07.11. 2003