Gerstengelbmosaik - Virus
Schadbild: Im zeitigen Frühjahr zeigen sich
auf Gerstenschlägen Vergilbungen in Form kleiner Befallsherde,
die sich bei jedem Wintergerstenanbau streifenförmig
in Richtung der Bodenbearbeitung ausdehnen, bis nach einigen
Jahren das gesamte Feld verseucht ist.
Befallene Pflanzen sind fahlgrün bis gelblich und
weisen an den jüngsten Blättern strichelartige
gelbgrüne Aufhellungen auf. Während des Blattwachstums
vergrößern sich die Befallsstellen und führen
zu einem Vergilben der Blätter von der Spitze her.
Bei einigen Sorten treten zusätzlich Nekrosen auf.
Schließlich sterben diese Blätter ab.
Kranke Pflanzen sind weniger winterhart, schlechter als
gesunde entwickelt, geringer bestockt und mit verkürzten
Halmen sowie vermindertem Wurzelwerk. Sie sterben teilweise
vorzeitig ab oder bilden kleine Ähren. Setzt warme,
wüchsige Witterung ein, ist der Neuzuwachs wieder gesund.
Unter günstigen Bedingungen und bei schwächerem
Befall verwachsen sich die Symptome jedoch nach einigen
Wochen wieder und verursachen nur geringe Ertragsverluste.
Wichtig ist es, das Auftreten des Gerstengelbmosaik
- Virus im Betrieb zu erfassen und den Wintergerstenanbau
künftig auf resistente Sorten umzustellen.
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