Pflanzenbau Regional für Nordwestmecklenburg
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Magnesiumdüngung

Die Diluvialböden Mecklenburgs sind von Natur aus magnesiumarm. Andererseits sind die Erträge bei den meisten Kulturen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Oft werden diese Tatsachen aber gerade bei der Magnesiumdüngung noch nicht ausreichend berücksichtigt.

Als essentieller Baustein des Chlorophylls übt das Magnesium einen direkten Einfluß auf die Photosyntheseleistung und somit Energie- und Stoffwechselleistung sämtlicher Pflanzenbestände aus.

Ca. 15-30% des gesamten Magnesiums in der Pflanze sind im Chlorophyll lokalisiert. Da diese Funktion von keinem anderen Element übernommen werden kann, hat der Magnesiumgehalt in der Pflanze und die Versorgung der Pflanze mit Magnesium einen direkt entscheidenden Einfluß auf die Ertrags- und Qualitätsbildung.

Im pflanzlichen Stoffwechsel wird Magnesium praktisch bei allen Transformationen von Energie mittels ATP benötigt. Speicherung der Assimilate sowie der Aufbau von Reservestoffen wie Kohlenhydrate und Eiweiß sind abhängig von der Menge an Magnesium in der Pflanze.

Viele Böden sind von Natur aus magnesiumarm. Insbesondere auf leichten und sauren Böden reicht oft das pflanzenverfügbare Magnesium im Boden nicht aus, um den Bedarf vieler landwirtschaftlicher Kulturarten zu decken. Aber auch auf Böden mit hohen pH-Werten und freiem Kalk ist die Magnesiumverfügbarkeit für die Pflanzen stark eingeschränkt. Entscheidend dabei ist die hohe Ca-Ionenkonzentration in der Bodenlösung, die die Magnesiumaufnahme so weit beeinträchtigen kann, daß selbst bei hohen Magnesiumgehalten im Boden für die Pflanzen ein latenter oder akuter Magnesiummangel auftreten kann.

Zur Sicherstellung des Magnesiumbedarfs der Kultur kann neben einer Grunddüngung mit Magnesium die Applikation von Magnesium über das Blatt zur Deckung von Bedarfsspitzen in Phasen intensiven Wachstums in Betracht gezogen werden. Aufgrund ihrer pH-Wert-unabhängigen Löslichkeit sowie der direkten Verfügbarkeit hat Magnesiumsulfat in Form von Kieserit oder Bittersalz zur Blattapplikation deutliche Vorteile gegenüber anderen Magnesiumquellen.

Pflanzenentzüge:

Kultur MgO-Gehalt in FM kg/dt  
Winterraps Korn 0,5 entspricht bei 45dt/ha = 22,5kg MgO-Entzug/ha
Winterraps Korn und Stroh 1,2 entspricht bei 45dt/ha = 54kg MgO-Entzug/ha
Winterweizen Korn 0,2 entspricht bei 90dt/ha = 18kg MgO-Entzug/ha
Winterweizen Korn und Stroh 0,4 entspricht bei 90dt/ha = 36kg MgO-Entzug/ha
Wintergerste Korn 0,2 entspricht bei 80dt/ha = 16kg MgO-Entzug/ha
Wintergerste Korn und Stroh 0,3 entspricht bei 80dt/ha = 24kg MgO-Entzug/ha
Rüben 0,08 entspricht bei 500dt/ha = 40kg MgO-Entzug/ha
Rüben mit Blatt 0,15 entspricht bei 500dt/ha = 75kg MgO-Entzug/ha
Kartoffeln (Knollen) 0,04 entspricht bei 400dt/ha = 16kg MgO-Entzug/ha

Zusätzlich zu den Entzügen kommen je nach Bodenart gewisse Auswaschungsverluste hinzu.

Andererseits ist das aus der organischen Masse (Stroh, ZRübenblatt aus der Vorfrucht etc.) freigesetzte Magnesium auf der Habenseite zu verbuchen.

Eine Auswahl schnellwirksamer Magnesium-Dünger finden Sie hier:

Kieserit 25 bzw. 27% MgO und 20 bzw. 22% S
Bittersalz 16% MgO und 13% S
Kornkali 40% K2O, 6% MgO, 3% Na, 4% S
NPK 13 + 9 + 16 + 4 + 7 13% N, 9% P2O5, 16% KCl, 4% MgO, 7% S

 

   
   
   
 

Kontakt:
Astrid Oldenburg
Fliederweg 14
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© Astrid Oldenburg 2000 - eMail: astro-@t-online.de - http://www.pflanzenbauberatung.de - Last update: 22. 04. 2001