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Lexikon der Rapsschädlinge

Großer Rapsstängelrüssler


Foto: Bayer CropScience

Erreger, Wirtspflanzen:
Käfer: 3,2-4 mm lang, wegen grauer Haarschüppchen gräulich gefärbt. Kopf in einen dünnen, nach unten gebogenen Rüssel verlängert.
Larve: 7 mm lang, beinlos, nach innen gekrümmt, gelblich-weiß. Kopf der jungen Larven anfangs schwärzlich, später gelbbraun mit charakteristischer Borste im oberen Teil der Kopfkapsel.

Schadbild, Verwechslungsmöglichkeiten:
Die ersten Symptome sind etwa 1mm große, zunächst schleimige, später weißlich umrandete Einstichstellen am Stängel. Beim Längenwachstum des Haupttriebes stercken sich die Verletzungsstellen, bilden dünne Rinnen, Verdickungen und S-förmige Krümmungen, vor allem im unteren Stängelteil. An diesn Stellen platzen, besonders nach Frösten oder reichlich Niederschlägen, die Stängel auf. Im Stängelmark ist Larvenfraß erkennbar. Die Ausbohrlöcher der Larven sind vorzugsweise in Blattachseln zu finden. Verwechslungsmöglichkeiten mit Symptomen des Gefleckten Kohltriebrüsslers (Ceutorhynchus quadridens) - keine S-ähnliche Stängelkrümmung- und mit Spätfrostschaden

Biologie:
Der Rapsstängelrüssler überwintert im Boden vorjähriger Rapsfelder. Ab einer Bodentemperatur von 5-7°C, entsprechend einer Umgebungstemperatur von 10-12°C, setzt der Zuflug auf die Rapsfelder ein, wobei der Rapsstängelrüssler früher auftritt als der Gefleckte Kohltriebrüssler. Nach einem Reifungsfraß legt das Weibchen die Eier vorzugsweise unterhalb der Triebspitze ab. Die befallenenPflanzen krümmen und drehen sich, die Stängel schwellen an und platzen auf. Die Larven ernähren sich bis zur Reife des Rapses im Stängelmark. Nach Verlassen des Stängels verpuppen sie sich im Boden. Der Rapsstängelrüssler bildet eine Generation im Jahr.

Wirtschaftliche Bedeutung:
Besonderes in Jahren, in denen der Rapsstängelrüssler vermehrt auftritt und der Raps aufgrund ungünstiger Unweltbedingungen wenig entwickelt ist, können erhebliche Schäden auftreten.

Schadensschwelle
Für die Erfassung der Schadenschwerlle sind Gelbfangschalen im Bestand auf Bestandeshöhe aufzustellen und zwar mindestens eine Gelbschale je Feldseite mit wenigstens 25 m Abstand vom Feldrand. Kontrolliert wird im 2-3-tägigen Turnus. Ein sicherer Schwellenwert fehlt, es steht ein Hilfswert für die Praxis zur Verfügung: 10 Käfer/Gelbschale in 3 Tagen. Ermittlungszeitraum ist von Ende Februar bis Mitte April.

(Quelle: Text: Syngenta)

 

 

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Astrid Oldenburg
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© Astrid Oldenburg 2000 - eMail: astro-@t-online.de - http://www.pflanzenbauberatung.de - Last update: 29.10.2003