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Lexikon der Rapsschädlinge
Kohlgallenrüssler
Erreger,
Wirtspflanzen
Käfer:
2-3 mm lang, gräulich gefärbt.
Larve: hellweiß
gefärbt, beinlos.
Außer Raps und Rübsen
zählen zu den Wirtspflanzen des Kohlgallenrüsslers
noch verschiedene andere Kultur- und Wildkruziferen wie
Kohlarten, Radieschen, Rettich, Ackersenf und Hederich.
Schadbild,
Verwechslungsmöglichkeiten
Ein Befall der
Rapspflanze durch den Kohlgallenrüssler ist an einer
oder mehreren rundlichen, glattwandigen Gallen von 1 cm
Durchmesser am Wurzelhals oder an der Hauptwurzel zu erkennen.
Beim durchschneiden einer Galle findet man im Gegensatz
zu den durch die Kohlhernie (P. brassicae) verursachten,
äußerlich gefurchten, unregelmäßigen
Wucherungen im Inneren Fraßgänge und die Larve
des Kohlgallenrüsslers. Die Gallen werden von den Larven
im Laufe ihrer Entwicklung ausgefressen.
Biologie
Im Frühherbst verlässt der Käfer sein Sommerquartier
und sucht den Winterraps auf. Nach einem Reifungsfraß
werden die Eier einzeln in das Rindengewebe des Wurzelhalses
oder bei lockerem Boden auch in das der Hauptwurzel abgelegt.
Jede Larve verursacht eine Galle. Im Frühjahr wandern
die Larven zur Verpuppung wenige Zentimeter tief in den
Boden ab. Die Verpuppung der Larve erfolgt in einem Erdkokon,
den der Käfer nach einer 6- bis 8-wöchigen Puppenruhe
verlässt, um dann eine Sommerruhe einzulegen. Der Kohlengallenrüssler
hat nur eine Generation im Jahr, bildet jedoch einen Sommer-
und Winterstamm und überwintert als Larve oder Käfer.
Der Frühjahrsstamm legt die Eier erst im Frühjahr
ab und bewirkt noch weniger Schaden als der Sommerstamm.
Wirtschaftliche Bedeutung
Der Kohlgallenrüssler tritt an Winterraps
selten schädigend und dann nur in örtlich begrenztem
Umfang auf. Starker Befall im Jugendstadium kann zu verstärkten
Auswinterungsverlusten führen und zudem das Auftreten
von pilzlichen Fäulniserregern fördern.
| Schadenschwelle |
| Nicht bekannt |
(Quelle: Text: Syngenta)
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