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Kohlschotenrüssler


Foto: Bayer CropScience

Erreger, Wirtspflanzen
Käfer: 2,5 - 3 mm groß, schwarz, durch Behaarung grau erscheinend, beschuppt; Kopf, Fühler und Füße schwarz, Streifen und Zwischenräume auf den Flügeldecken gleich breit und mit gereihten schuppigen Haaren.
Larve: 4 - 5 mm groß, weißlich bis weißlich-gelblich, beinlos, leicht nach innen gekrümmt, braune Kopfkapsel mit typischer Borstenanordnung.
Puppe: Schmutzig-gelb.

Neben Winter- und Sommerraps zählen zu den Wirtspflanzen des Kohlschotenrüssler Rübsen, kohlgewächse, Rettich und Radieschen sowie verschiedene Wildkruziferen, insbesondere mit großer Schotenbildung.

Schadbild, Verwechslungsmöglichkeiten
Der Schaden ist äußerlich erst erkennbar, wenn die Larve durch ein kreisförmiges Ausbohrloch in der Schotenwand die Schote verlassen hat. Die Käferlarven zerstören in der Schote bis zu 5 Samenanlagen. Die geschädigte Schote bleibt verschlossen, vergilbt vorzeitig und ist leicht deformiert. Folgebefall durch die kohlschotenmücke ist möglich, da diese ihre Eier durch das Bohrloch ablegt.


Biologie
Der Rüsselkäfer überwintert in der Streuschicht von Hecken u.ä. und verlässt das Winterquartier im Frühjahr bei ca. 13 °C. Mit Beginn der Hauptblüte treten die Käfer verstärkt auf. Nach dem Reifungsfraß legt das Weibchen die Eier in die jungen Schoten. Dafür wird in die Schotenwand eine öffnung gebissen. Nach 8 bis 9 Tagen schlüpft die Larve und frisst an den Samenanlagen. Die erwachsenen Larven verlassen die schoten und verpuppen sich im Boden. Im Juli und August erscheinen die Jungkäfer. Der Kohlschotenrüssler bildet eine Generation pro Jahr.

Wirtschaftliche Bedeutung
Der direkte Schaden ist allgemein gering, der indirekte als Wegbereiter für die weit stärker schädigende Kohlschotenmücke (Dasineura brassicale) kann dagegen sehr groß sein. Außerdem führt in die Schoten eindringende Wasser zu Auswuchs und Fäulen.

Schadenschwelle
- bis Beginn der Blüte (bis BBCH 60): 1 Käfer je Pflanze,
- ab Beginn Blüte (ab BBCH 60) bei schwachem Auftreten der Kohlschotenmücke: 1 Käfer je Pflanze.
Bei starkem Auftreten der Kohlschotenmücke: 1 Käfer je 2 Pflanzen.
Die Auswertung erfolgt von 10 Gruppen mit jeweils 10 Pflanzen auf einer Diagonalen durch die Fläche. Der Mindestbestand zum Feldrand beträgt 25 m.
Ermittelt wird die Zahl der Käfer im Knospen- bzw. Blütenbereich durch Ausklopfen in ein Gefäß.

(Quelle: Text: Syngenta)

Mehr Infos zum Kohschotenrüssler finden Sie hier! (bitte klicken)

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Kontakt:
Astrid Oldenburg
Fliederweg 14
23936 Wotenitz
Telefon: 03881 / 712 827
Fax: 03881 / 79 176
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Mail: astro-@t-online.de

© Astrid Oldenburg 2000 - eMail: astro-@t-online.de - http://www.pflanzenbauberatung.de - Last update: 29.10.2003