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Lexikon der Rapsschädlinge
Rübsenblattwespe

Foto: Bayer CropScience
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Erreger,
Wirtspflanzen
Wespe: 6-8 mm lang,
ohne Wespentaille, Kopf und Brustseiten glänzend
schwarz, Hinterleib gelb bis orange-gelb. Die durchsichtigen
Flügel weisen eine gelbliche Grundierung und
einen dunklen Vorderrand auf.
Larve: bis zu 18 mm lang, zunächst hellgrau
bis hellgrün, später dunkelgrün bis
samtschwarz gefärbt, 7 Paar Bauchfüße
und 1 Paar nachschiebfüße. Seitenstreifen
und Unterseite sind grau.
Wirtspflanzen außer Raps sind zahlreiche
Kulturkruziferen wie Weißer und Schwarzer Senf,
Rübsen, Stoppelrübe, Kohlrübe, Ölrettich
und Wildkruziferen wie Hederich, Ackersenf, Ackerhellerkraut
und Wegrauke.
Schadbild,
Verwechslungsmöglichkeiten
An jungem Raps rufen zunächst Jungraupen,
vorzugsweise blattunterseits, einen Fenster- und Lochfraß,
ältere Raupen einen Rand- bis Kahlfraß
hervor.
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Biologie
Die Rübsenblattwespe überwintert als Kokonlarve
im Boden. Erst im frühjahr findet die Verpuppung statt,
der Schlupf erfolgt im Mai/Juni. Das Weibchen legt die eier
vorwiegend in junge Blätter der Wirtspflanzen, indem
es den Blattrand mit Hilfe der Legesäge aufschneidet
und je eines seiner 50 bis 300 Eier in die so geschaffene
Eitasche hineinlegt. Nach 6-0 Tagen schlüpfen die Raupen
und beginnen mit dem Fraß. Bei Nahrungsmangel wandern
die Larven auf der Suche nach Nahrung in benachbarte Bestände.
Nach 4-malieger Häutung verpuppen sich die Raupen in
einer Bodentiefe von 1-5 cm. Im Juli/August erscheint die
zweite Wespengeneration, die bevorzugt Sommerraps, Zwischenfruchtraps
und Senf befällt. Bei günstiger Witterung kann
örtlich noch eine dritte Generation folgen, die dann
verstärkt an jungem Winterraps auftritt.
Wirtschaftliche Bedeutung
An Winterraps sind die
Schäden seltener und für die Ertragsbildung meist
bedeutungslos, hingegen können an Sommerraps erhebliche
Verluste auftreten.
| Schadenschwelle |
| Sie liegt
als vorläufiger Orientierungswert bei 1 bis 2 Raupen/Pflanze. |
(Quelle: Text: Syngenta)
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