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Lexikon der Rapsschädlinge
Schwarzer
Kohltriebrüssler
Erreger,
Wirtspflanzen
Käfer:
ca. 2,4 - 3,7 mm lang, rotfüßig,
schwarz glänzend gefärbt, unterseits hell geschuppt.
Larve: 4
- 5 mm lang, weiß, beinlos, zunächst dunkelbraune,
später hellgelb gefärbte Kopfkapsel.
Von den Kulturkruziferen ist außer
Winterraps insbesondere Rübsen eine bevorzugte Wirtapflanze
des Schwarzen Kohlentriebrüsslers.
Schadbild,
Verwechslungsmöglichkeiten
Im Frühjahr, bei beginnendem
Längenwachstum, fallen geschädigte Rapspflanzen
durch Kümmerwachstum und Mehrtriebigkeit auf, soweit
sie nicht durch die Frosteinwirkung des Winters völlig
abgestorben sind. Schneidet man solche Kümmerpflanzenin
der Mitte auseinander, findet man in der triebbasis am Übergang
in die Wurzel die Larven des Schwarzen Kohltriebrüsslers
oder einen zerfressenen und ausgehöhlten Vegetationspunkt.
Im weiteren Wachstunsverlauf werden die Rapspflanzen buschig,
blühen und reifen unregelmäßig ab. Verwechselbar
sind die Larven auch mit denen des Rapserdflohes (P.
chrysocephala), die ebenfalls im unteren Teil der Pflanze
anzutreffen sind. Diese haben aber eine dunkle Kopfkapsel
und sechs Beine und können so von den beinlosen Rüsslerlarven
unterschieden werden.
Biologie
Der Schwarze Kohltriebrüssler ist wie der Rapserdfloh
ein "Kühlbrüter". Der Käfer fliegt
ab Mitte September die Rapsfelder an (Zyklus 1.). Etwa 4
wochen später beginnt die Eiablage, die bei milden
Temperaturen während des ganzen Winters bis Ende März
erfolgen kann. Mehrere Eier werden normalerweise in die
Oberseite der Blattstielbasis gelegt. Die Larven bohren
sich von dort zum Herz der Rapspflanze vor und fressen dort
bis zum Frühjahr. Etwa Mitte April verlassen die ausgewachsenen
Larven die Rapspflanze und begeben sich zur Verpuppung in
den Boden. Im Juni erscheinen wiederum Käfer, die jedoch
abwandern und eine Sommerruhe einlegen. Im Herbst fliegen
dann die Käfer die Rapsfelder an.
Wirtschaftliche Bedeutung
Der Schwarze Kohltriebrüssler wurde in Deutschland
nach über 30 Jahren wieder in einzelnen Rapsfeldern
um München angetroffen. Ein Hinweis über seine
wirtschaftliche Bedeutung in Winterraps liegt aus der Schweiz
vor.
| Schadenschwelle |
| Nicht bekannt |
(Quelle: Text: Syngenta)
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