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Winterweizenaussaat Herbst 2003
Frühsaaten Winterweizen:
- Frühsaatgeeignete Sorten sind nach eigenen Erfahrungen
z.B. Ritmo, Dekan und Cubus.
- Bei Septemberaussaaten ist jedoch die Gefahr der Übertragung
des Gelbverzwergungs-Virus
durch Blattläuse enorm! - Besonders bei sonnigem
und warmem Wetter, das meist einen starken Blattlausflug
zur Folge hat!
- Daher lieber etwas später als zu früh säen!
- Bei Septembersaaten sollte ein Pflanzenbestand von ca.
160 bis 200 Pflanzen je m² angestrebt und die Aussaatmengen
entsprechend gewählt werden.
- Beachten Sie die stärkere Gefährdung der Frühsaaten
durch Pilzkrankheiten (insbesondere Schwarzbeinigkeit
und Halmbruch, aber auch Mehltau und Septorien) und die
höhere Lageranfälligkeit!
Weizen nach Weizen: Durch
die hohe Konzentration des Weizenanbaus in unserem Gebiet
steht immer mehr Weizen in Selbstfolge. Hier gilt es folgendes
zu beachten:
- Weizen nach Weizen aufgrund des hohen Krankheitsrisikos
nicht vor dem 15. September säen!
- Geeignete Sorten sind: Terrier (B), Cubus
(A), Mercury (Hybride B/C), Biscay (C)
und eventuell Maverick (B).
- Weizenstroh verrottet schlecht. Dabei werden Stoffe
ausgeschieden, die das Wurzelwachstum hemmen. Das Stroh
bildet dadurch oft eine Sperrschicht für die Wurzeln.
Die Folge ist häufig eine schlechtere Wurzelbildung
von Weizen nach Weizen als nach Blattfrüchten. Daher
ist es sinnvoll, die Stickstoffdüngung leicht zu
erhöhen.
- Bei Weizen in Selbstfolge besteht ein sehr hohes Infektionsrisiko
durch Pilzkrankheiten. Insbesondere bei pflugloser Bestellung
(sollte möglichst vermieden werden!) ist das Risiko
für DTR und Fusarien stark erhöht, aber such
Schwarzbeinigkeit und Halmbruchinfektionen treten bei
Weizen nach Weizen bedeutend stärker auf als nach
anderen Vorfrüchten.
Aussaatstärke:
Optimale Pflanzenbestände in Pfl./m²
Winterweizen - angestrebte Pflanzen je m²:
Weizen
Aussaat |
vor 15. 09. |
15. 09. - 30. 09. |
01. 10. - 15. 10. |
nach 15. 10. |
normale
Sorten |
180 -
200 |
200 - 250 |
250 - 350 |
300 - 400 |
Hybrid-
sorten |
< 120 - 150 |
130 - 150 |
150 - 200 |
170 - 250 |
Die Aussaatmenge berechnet sich nach folgender
Formel:
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Saatmenge in kg/ha
=
angestrebte Pflanzen/m²
x TKG x 100
% Keimfähigkeit x % Feldaufgang
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Sorten und Standfestigkeit:
In Bezug auf die Lageranfälligkeit der einzelnen Sorten
war es sehr aufschlussreich, sich vor der Weizenernte 2002
noch einmal den Großstreifenversuch der Agrargenossenschaft
Köchelstorf auf dem Weizentagsschlag bei Othensdorf
anzusehen:
Nach den katastrophalen Unwettern im Juli
/August 2002 lagen die einzelnen Sorten zwischen 10 und
100 %. Der Ritmo stand noch zu etwa 50%. Um die Lageranfälligkeit
zu charakterisieren, habe ich die einzelnen Sorten an der
Standfestigkeit der Sorte Ritmo gemessen:
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Eine bessere Standfestigkeit als
RITMO
(B) zeigten:
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In etwa wie RITMO
standen noch:
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Schlechter als RITMO standen:
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Und völlig am Boden lagen:
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Winterfestigkeit:
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Winterfestigkeit* verschiedener
Winterweizen
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sehr
gut
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gut
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mittel
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schwach
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s.schwach
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Altos
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Hybnos
1
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Manhattan
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Winnetou
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Creativ
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SW Maxi
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Idol
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Drifter
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Sokrates
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Limes
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Empire
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Cardos
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Campari
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Tommi
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Qualibo**
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SW Tataros
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Compliment
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Biscay
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Amply
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Hytop**
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Aron
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Elvis
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Ritmo
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Centrum
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Capnor**
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Akteur
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Cubus
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Maverick
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Magnus
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Tiger
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Achat
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Enorm
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Hybnos
2B
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Ludwig
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Batis
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Terrier
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Excellenz
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Tarso
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Meunier
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Dekan
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Trend
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Bussard**
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Hybred
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Kaltop
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Skater
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Alidos**
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Pegassos**
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Atoll
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Capo**
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* bonitiert nach dem Winter 2002/03
** weniger als 6 Orte
Quelle:
Landessortenversuche 2002/03, alle ostdeutschen Bundesländer
und LK Hannover,
zusammengestellt von V. Michel, LFA
Mecklenburg-Vorpommern und Dr. G. Hartmann, LLG Sachsen-Anhalt,
veröffentlicht in: Top Agrar Ausgabe
6 / Juni 2003
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